Grauwacke und Co. im Dt. Sandsteinpark

Alsenz. Insgesamt 57 Tonnen sind die „Kawenzmänner“ schwer. Auch ihr Alter ist beeindruckend, zwischen 98 und 39o Millionen Jahre. Die „Grauwacke“ ist darunter der älteste.

 

Die Rede ist von den Sandsteinrohlingen, die seit Juli 2oo5 im ersten Deutschen Sandsteinpark an der Uferstraße im nordpfälzischen Alsenz zu bestaunen sind. Aus den unterschiedlichen deutschen Abbaugebieten stammen die Steine: Die „Grauwacke“, ein feinkörniger Sandstein mit hohem Quarzanteil zum Beispiel aus Lindlar in Nordrhein-Westfalen. Andere kommen aus dem hessischen Bergland, dem bayerischen Miltenberg, dem Neckartal und mehrere Exemplare aus der Pfalz. Alle wurden von den ortsansässigen Steinbruchbetrieben nach Alsenz gestiftet. Alsenz ist schon seit der Römerzeit mit der Sandsteinindustrie verbunden und war Ende des 19. Jahrhunderts bedeutendes Steinhauerzentrum der Pfalz. Der Baumboom der Gründerjahre nach 187o/71 und die Vollendung der Alsenztal-Eisenbahn ermöglichten den Aufschwung, so dass um 19oo bis zu 1.5oo Steinbrecher in den drei Steinbrüchen und zehn Steinhauerbetrieben von Alsenz beschäftigt waren. Die Alsenzer Unternehmer bauten sich in dieser Zeit repräsentative Villen und Wohnhäuser, über deren Geschichte ein 2,5 Kilometer langer Steinhauerrundweg Auskunft gibt. In diesen Rundweg eingeschlossen ist neben dem „Deutschen Sandsteinpark“ auch das Pfälzische Steinhauermuseum am Markplatz der Gemeinde. Es informiert umfassend über die Geschichte der Bearbeitung des Sandsteins von der Römerzeit an.

 

Tourist-Info Alsenz-Obermoschel

Schulstraße 16, 67821 Alsenz

O6362-3o325

www.alsenz-obermoschel.