Wingertshäuschen in Obermoschel

Sanierung und Erhaltung des Wingertshäuschen im Obermoscheler Silberberg

Weinbergshäuschen Obermoschel im Silberberg

Für die vorbildliche Erhaltung und Sanierung des Wingertshäuschen im Obermoscheler Silberberg wurde die Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel  durch den Vorsitzenden von Gastland Nahe, Matthias Harke mit dem Gastland-Nahe-Taler ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahm im historischen Kafels-Weinbergshaus bei Norheim der für Tourismus zuständige VG-Beigeordnete Gerd Kunz entgegen.

Seit Jahrhunderten wird in der Nordpfalz und mehr noch in der Region der Nahe die Kulturlandschaft durch Weinberge geprägt. Fast zu jedem "Wingert" gehörte auch ein Wingertshäuschen, oft  mit gehauenen Sandsteinen ohne Mörtel errichtet. Vielfach wurden die Weinberge auch durch Trockenmauern umgrenzt. Diese Häuschen boten den in den Weinbergen arbeitenden Menschen Schutz vor Regen und Unwettern und waren der Platz  zum Ausruhen und zur Rast. In seinen Worten zur Ehrung betonte Harke, dass diese authentischen Gebäude als typisches regionales Kulturgut erhalten bleiben müssten. Künftig könnten sie vor allem den Wanderern und Gästen  zum Schutz wie auch zum Platz zum Verweilen zur Verfügung gestellt werden. Dennoch seien bereits jetzt viele der ehemaligen Weinbergshäuser verfallen, zerstört oder seien sie einfach von der Natur überwuchert worden.

Harke lobte deshalb die Initiative der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel als sehr vorbildlich, weil sie sich unter Führung ihres Bürgermeisters Arno Mohr hier um die Erhaltung des Wingertshäuschen im Silberberg gekümmert habe. Der Bürgermeister selbst sei bei einer Wein-Wanderung auf das an exponierter Stelle mit einem wunderschönen Blick auf die Stadt Obermoschel gelegene Wingertshäuschen aufmerksam geworden. Er habe dann die Initiative ergriffen, das alte Wingertshaus zu  sanieren. Mit Zustimmung der VG-Gremien und einer Förderung durch die EU sei es gelungen, das Weinbergshäuschen zu einer Attraktion und Anlaufpunkt im Obermoscheler Silberberg werden zu lassen. Zudem würden dort auf Informationstafeln auch die Besonderheiten des Weinanbaugebietes der Nahe, zu dem die Weinlagen der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel gehörten, anschaulich dargestellt. Das Obermoscheler Wingertshäuschen biete auch den Winzern und den Gemeinden Möglichkeiten, ihren Kunden und Gästen ein Weinerlebnis pur zu erleben wie es auch den Wanderern zur Verfügung stehe.  Nicht nur beim diesjährigen "Rendevouz am  Wingertshäuschen" nutzen am  31. Juli bei herrlicher Wetterlage und Alphorbläsermusik eine große Schar von Gästen die  beeindruckend schöne Lage direkt im Wingert über Obermoschel zu einer Wanderung über den Weinlehrpfad  in den Silberberg.

Vorsitzender Harke hofft, dass die Initiative der Verbandsgemeinde weitere Eigentümer oder auch andere Personen und Institutionen animiert, auch andere noch vorhandene Weinbergshäuschen künftig nicht dem Verfall preiszugeben und ebenfalls zu sanieren. Das insgesamt acht Personen und Institutionen in diesem Jahr die Ehrung erhalten, sei ein sehr erfreuliches Zeichen, so Harke.

Neben der Verbandsgemeinde erhielten sieben weitere Personen bzw. Instiutionen aus dem ganzen Naheraum eine Ehrung mit dem "Gastland-Nahe-Taler"  für die Sanierung und den Erhalt alter Weinbergshäuschen. Einig war sich die Ehrungsrunde, künftig zu kooperieren. Alle restaurierten Ge-bäude werden erfasst, es werden einheitliche Schilder angebracht und Verbindungen zu den jeweiligen "Schmuckstücken" hergestellt. Matthias Harke bittet um Hinweise auf weitere, wieder hergestellte alte "Wingertshäuscher", um diese ebenfalls für die Auszeichnung mit dem "Nahe-Taler" zu nominieren. Seit über 4o Jahren kümmert sich der Verein Gastland Nahe um die wirtschaftliche, vor allem touristische Förderung des Naheraumes, unterstützt verschiedene Aktivitäten wie der Verein auch zahlreiche eigene Initiativen zur Förderung des Tourismusses ergriff.