Wahrzeichen, Wächter und Gesicht des Deutschen Sandsteinparkes in Alsenz

Bildquelle:  NoBi

„Steinemann“ schmückt Sandsteinpark

 Am Sonntagmorgen war der Alsenzer Günter Müller vom Historischen Verein der Nordpfalz sein Stolz vom Gesicht abzulesen: Sein langjähriger Traum eines "Steinemanns" im Deutschen Sandsteinpark in Alsenz wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht. Und in der Tat hat der "Steinemann" ins unserer Region ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, ist zugleich Wahrzeichen, Wächter und Gesicht des Deutschen Sandsteinparkes in der Uferstraße, wie die VG-Beauftragte Tanja Gaß in ihren Grußworten formulierte.

 

 

Eingangs hatte Ortsbürgermeister Klaus Zepp eine Zahl von Ehrengästen sowie Gemeinderatsmitglieder und Sponsoren begrüßt und konnte mit Günter Müller sowie Ottmar Schrick auch die beiden Männer besonders willkommen heißen, die letztlich die Sandsteine als "Steinemann" im Sommer 2018 vor Ort errichteten (Die Rheinpfalz berichtete). Die für die Baugenehmigung erforderliche und gar nicht so einfache Statik hatte Werner Dietz aus Rockenhausen dazu geliefert, die Erdarbeiten unterstützte Klaus Landfried aus Alsenz und die Firma Kopp mit Inhaber Stefan Kopp stand bei der 18tägigen aktiven Bauphase jedes Mal "Gewehr bei Fuß", wenn es galt, den nächst schweren Sandsteinquader mit dem LKW-Kran hochzuheben, damit die beiden Maurer leichtere Arbeit hatten. Allen wurde für dieses außergewöhnliche Engagement, auch den weiteren Sponsoren, die mit Sach- und Geldspenden zu dem Gelingen beitrugen, vom Ortsbürgermeister, der VG-Beauftragen sowie von der Vorsitzenden des Historischen Vereins Nordpfalz Alsenz, Sonja Müller besonders gedankt. Sonja Müller erwähnte, dass es Alsenz gerade mit dem geschmückten Ortskern mit dem Historischen Rathaus und Heimatmuseum, dem Pfälzischen Steinhauermuseum und dem Steinhauerrundweg in einen deutschlandweit vertriebenen Touristenführer geschafft habe. Und mit dem "Steinemann" sei jetzt eigentlich das sogenannte "I-Tüpfelchen" und zugleich eine besondere Attraktivität geschaffen worden. Die drei Redner hoben auch alle die Beharrlichkeit von Günter Müller hervor, der seit über zehn Jahren dieses Projekt verfolgt und nie aus den Augen verloren hatte. Mit dem Bau der dritten Spur der B 420 zwischen Hochstätten und Fürfeld sah Günter Müller 2015 die Chance zur Umsetzung gekommen. Denn Hunderte von Sandsteinquader wurden ausgegraben und von der bauausführenden Firma aus Sien an der dortigen Baustelle zwischengelagert. Müller hatte freie Hand und konnte die passenden Steine in aller Ruhe aussuchen. Die Firma übernahm auf der Heimfahrt nach Sien sogar noch den kostenlosen Transport nach Alsenz, wie Günter Müller im Gespräch dankbar erwähnt. Die ausgesuchten Steine waren so schwer, dass immerhin ein 45-Tonnen-Fahrzeug für den Transport benötigt wurde. Mit der Umsetzung des "Steinemanns" will Müller auch die Steinhauer würdigen, die in Alsenz und Umgebung gelebt und keine leichte Tätigkeit zu verrichten hatten. In der Boomzeit um 1900 befanden sich alleine in Alsenz zehn Steinhauerbetriebe, die bis zu 1.500 Steinbrecher und Arbeiter beschäftigen. Viele starben auf Grund der äußerst schweren Arbeitsbedingungen schon sehr früh. Und Alsenzer Sandstein wurde in ganz Deutschland benötigt und war auf Grund der ausgezeichneten Qualität sehr beliebt. Sogar am Reichstag in Berlin sind die Alsenzer Steine verwendet worden. Gemeinsam wurde auf das gelungene neue Bauwerk angestoßen und dabei auch das ein oder andere Bild mit dem "gut aussehenden Steinemann" gemacht.

 
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